Wie Du schon in den ersten zwei Teilen meiner Serie “Coronaferien” gesehen hast, gibt es in Deutschland viel mehr zu entdecken, als viele glauben. Urlaub in Deutschland war und ist bei vielen in meinem Bekannten- und Freundeskreis seit jeher als eher langweilig verpönt, doch wenn wir uns einmal bewusst werden, welch Schönheit uns hier umgibt, dann kann sich das schnell ändern. Deutschland ist ein spannendes Reiseland, welches Dir alles bieten kann: Strände, atemberaubende Wälder und Naturschutzgebiete, historische Städte und Denkmäler, pulsierende Großstädte, Kultur- und Kunsteinrichtungen und wunderschöne Aussichtspunkte. Ich bin in meinen Teens und meinen frühen Zwanzigern sehr viel in Deutschland gereist und habe mich immer wieder neu in die Heimat verliebt. Vor allem jetzt, wo ich fast fünf Jahre nicht mehr in Deutschland lebe, was sich aus dreieinhalb Jahren Weltreise und einem aktuellen Leben in London zusammensetzt, vermisse ich die Heimat umso mehr. Wenn ich im August einen Monat lang zurückkehre, habe ich mir schon die ein oder andere Sehenswürdigkeit vermerkt, die ich unbedingt sehen muss! Und bis es soweit ist, lasse ich mich nun von anderen Bloggern inspirieren, die in diesem Artikel ihre liebsten Reiseziele in Deutschland mit uns teilen.

1. Bine von Moosbrugger Climbing

Mein Name ist Sabine Moosbrugger und ich betreibe seit 2016 einen Blog über das Klettern, Reisen und diverse Outdoor Aktivitäten. Einblicke zu meinen Aktivitäten findet ihr unter www.moosbrugger-climbing.com

Ein perfektes Wochenende in der Zugspitzregion

Garmisch Partenkirchen liegt in Bayern und ist ein Kurort in der Nähe des höchsten Bergs Deutschlands – der Zugspitze. Die Möglichkeiten sich hier sportlich zu betätigen sind ausgezeichnet. Deshalb möchte ich euch heute eine kleine Auswahl zeigen, was ihr hier alles an einem Wochenende unternehmen könnt:

Fahrt mit der Zugspitzbahn auf die Zugspitze

Direkt in Grainau beim Eibsee befindet sich die Talstation der Zugspitzbahn, mit der ihr ganz einfach den höchsten Berg Deutschland erklimmen könnt. Von hier habt ihr einen phantastischen Rundumblick.

Rundwanderung Eibsee

Eine Wanderung rund um den Eibsee, der sich direkt bei der Talstation der Zugspitzbahn befindet, kann ich euch wärmstens empfehlen. Für die gesamte Wanderung solltet ihr 2 – 2 ½ Stunden einplanen. Das türkisblaue Wasser erinnert an die Farben in der Karibik. Nicht umsonst wird der Eibsee auch die „Karibik Bayerns“ genannt.

Besuch der Partnachklamm

Eine imposante Schluchtenwanderung führt in die schöne Partnachklamm. Vom Parkplatz bei der Sprungschanze in Garmisch ist der Weg bereits angeschrieben und führt euch direkt in die Schlucht. Kurz davor müsst ihr aber noch ein Ticket für den Eintritt lösen. Aber es lohnt sich zu sehen, wie sich das Wasser den Weg durch die Felsen gebahnt hat.

5 Seen E-Bike Tour

Ein weiteres sportliches Highlight ist die 5-Seen-Rundtour mit einem E-Bike. E-Bikes könnt ihr in Garmisch einfach anmieten. Los geht es von Garmisch über den Ferchensee, Lautersee, Isarstausee, Barmsee und Gerold See. Landschaftlich ist diese Rundtour ein Traum und Dank E-Unterstützung auch gut machbar.

2. Stephanie von Kellertür

Auf meinem Blog Kellertür erzähle ich von meinen Radreisen von Berlin aus, gebe Reisetipps und schreibe über schöne Orte in meiner Heimat Berlin.

Rügen, Eiland der Veränderlichkeit

Für mich als Hauptstadtkind stand das Meer symbolisch schon immer für Ausgleich. Ein Teil meiner Familie stammt von Rügen, der größten Insel Deutschlands, gelegen an der Ostsee. In den Sommermonaten fuhren wir besonders oft hoch. Da es schon sehr früh losging und ich meist schon zu Beginn der Autofahrt einschlief und erst spät wieder aufwachte, dachte ich oft, das Meer liegt sehr nah. Von Berlin-Prenzlauer Berg aus um eine Litfaßsäule um die Ecke herumgefahren und schon waren wir am Damm, der nach Rügen führt. Irgendwann fand ich heraus, dass es etwas länger dauerte, um auf die Insel zu gelangen. Aber lange Autofahrten gehörten irgendwie auch dazu. Wenn wir ankamen ging es bald an den Strand, Schuhe aus und direkt ins Wasser zu den Wellen. Hier kommt der Ausgleich. Ich fühle mich frei im Wasser, nicht mehr beengt wie in der Stadt. Als Kind genoss ich die Vorteile des Meeres einfach, ohne viel darüber nachzudenken.

Heute nun ist Rügen mein liebstes Reiseziel in Deutschland. Mindestens einmal im Jahr besuche ich das größte Eiland Deutschlands. Unabhängig von der Jahreszeit bietet Rügen viele Facetten und besticht im Vergleich zu anderen Inseln vor allem durch Veränderlichkeit. Von der malerischen Schönheit der Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund über die weiten Wiesen, Felder und Wälder bis hin zur prominenten Bäderarchitektur in Binz oder der historischen Einmaligkeit Proras. An der Küste bietet sich jedes Jahr ein anderes Bild, da sich das Meer am Land zu schaffen macht und es neu formt.

Auf Rügen genießt du frischen Fisch in Sassnitz, gehst im Rondell herum durch die “weiße Stadt” Putbus, auf Feuersteinfeldern spazieren oder genießt einfach einen Kaffee einer guten Stube. Rügen kann durchaus auch rau sein, aber auch so urig gemütlich, wenn du deinen Platz gefunden hast.

7 Besondere Dinge auf Rügen:

  • Nationalpark Jasmund mit Kreidefelsen und Königsstuhl
  • Rondell in Putbus
  • Baden gehen in Sellin, Prora oder am Bodden in Neuendorf
  • Fischbrötchen in Sassnitz oder Lauterbach
  • Feuersteinfelder nahe Mukran und Prora
  • Ausflug zur Insel Hiddensee
  • Kleiner Hafen in Ralsviek

3. Bolle und Marco von Kommwirmachendaseinfach

Wir sind Bolle und Marco vom Reiseblog “Kommwirmachendaseinfach” und reisen seit 2015 gemeinsam durch die Weltgeschichte. Seit mehr als 5 Jahren erkunden wir die unterschiedlichsten Länder dieser Welt und haben dabei wunderbare Abenteuer erlebt. Immer wieder verlassen wir dabei unsere Komfortzone und stürzen uns ins Ungewisse. Unser Wohnzimmer (der Blog) ist offen für Abenteurer, Individualisten, Weltenbummler und Reisejunkies.

Die traumhaft schöne Insel Hiddensee

Erst vor wenigen Tagen waren wir auf der zauberhaften Insel Hiddensee vor der Küste der Insel Rügen. Mit der Fähre verließen wir Schaprode und schipperten innerhalb von 45 Minuten nach Vitte, dem zentralen Örtchen auf der Insel. Autos dürfen auf der Insel nicht fahren, daher empfehlen wir dir, vor Ort ein Bike auszuleihen, um so die verschiedenen Gegenden zu erkunden. Schon während der Fahrt mit der Fähre stellt sich der Körper auf Urlaub ein, Hektik, Stress und Alltagssorgen bleiben dabei auf dem Festland. Auf der Insel geht es gemütlich und ruhig zur Sache, die Landschaften sind malerisch und idyllisch. Wir empfehlen dir einen Ausflug zum Leuchtturm Gellen im Süden sowie eine Tour zum Leuchtturm Dornbusch im Norden. Besonders der Strand beim Leuchtturm Gellen ist traumhaft schön. Hier erwartet dich feiner, weicher Sand und glasklares Wasser. Für einen kurzen Moment hatten wir das Gefühl, irgendwo in der Karibik zu sein. Traumhaft! Auch der Strandabschnitt bei Vitte ist einmalig. Auf der Insel gibt es 4 Ortsteile, nämlich Neuendorf im Süden, Vitte im Zentrum, Kloster und Grieben im Norden. Besonders gut gefallen hat uns der Ort Kloster mit dem schönen Hafen, den charmanten Geschäften, Restaurants und Cafés. Lass dich am besten einfach treiben und lege unbedingt einen Stopp im Fischuppen ein. In diesem Laden findest du viele hübsche Dinge von lokalen Labels. Auch zu empfehlen ist die Wanderung zum Leuchtturm Dornbusch mit Blick über die gesamte Insel. Solch einen malerischen Ausblick haben wir lange nicht mehr gesehen. Von dort aus führt ein Weg zur Klausner Treppe und die Steilküste hinunter zum Meer. Die Treue führt durch den üppigen Dornbuschwald und gibt einem das Gefühl, mitten im Dschungel zu sein. Wirklich sehr schön. Du kannst die Insel Hiddensee als Tagesausflug besuchen oder länger bleiben. Ganz egal wofür du dich entscheidest, eine Reise lohnt sich so sehr.

Mehr über die Insel Hiddensee

4. Liane von DieReiseEule

DieReiseEule Liane berichtet authentisch über Reiseziele im In- und Ausland. Der Fokus liegt dabei auf Berichten im Tagebuchstil. Ihrer Wahlheimat-Stadt Mainz ist dabei eine eigene Rubrik gewidmet.

Überraschend beeindruckendes Erfurt

Erfurt war für mich eine echte Überraschung, als ich vor ein paar Jahren das erste Mal hinfuhr. Irgendwie hatte ich die Idee von Plattenbau, Industrie und zugepflasterten Straßen im Kopf.

Die Altstadt von Erfurt ist wunderschön. Dazu gehören sanierte Altbauten genauso wie zeitlos integrierte Glaspaläste. Doch nicht nur die Architektur macht Erfurt aus. Erfurt ist jung und hip. In kaum einer anderen deutschen Stadt sind mir so viele Familien mit Kindern begegnet. Abwechslung bieten die vielen Spielplätze ebenso wie die lebensgroßen Kikafiguren. Auf der Suche nach Schnatterinchen oder dem Sandmann sind Kinder schnell für Spaziergänge zu begeistern.

Erwachsene müssen sich nicht langweilen in Erfurt. Geschichtlich ist die Zitadelle auf dem Petersberg interessant. Von dort hat man zudem einen tollen Ausblick über den Dom und die Altstadt (s.Foto).

Mir persönlich gefällt das großstädtische Kleinstadtflair. Immernoch gibt es viele kleine Boutiquen und individuelle Lädchen in Erfurt. Dazu sollte man – obwohl es DER absolute Touristenhotspot ist – unbedingt über die berühmte Krämerbrücke schlendern.

Im alternativen Cafe Mundlandung auf der Krämerbrückefindet man regionale Produkte und frisch gebackene Kuchen. Nur wenige Schritte weiter, am Ende der Brücke, ist Erfurts bekannteste Eisdiele und Schokoladenmanufaktur Goldhelm. In der Pilse, wiederum nur ein kurzer Laufweg, findet man hochwertiges, kreatives Streetfood im EAT.

Erfurt ist am besten zu Fuß erfahrbar. Die Wege sind kurz und man erreicht alle Sehenswürdigkeiten. Notfalls nimmt man die Tram. Das Auto stellt man am besten außerhalb oder beim Hotel ab.

Weitere Berichte über Erfurt findest Du hier

5. Imke von Crappy Radio Stations

Vom Ausflug bis zur selbstorganisierten Fernreise: Auf Crappy Radio Stations bietet Imke allen Teilzeit-Weltenbummlern Inspiration für kleine und große Abenteuer fernab vom Büroalltag.

Lübeck – Mehr als Marzipan & Weihnachtsmarkt

Meistens zieht es mich für Urlaubsreisen eher in ferne Länder. Aber gerade in den letzten Monaten habe ich immer mehr tolle Ziele in Deutschland entdeckt. Eine Stadt, die mich schon 2017 mit ihrem Charme um den kleinen Finger gewickelt hat, ist das schöne Lübeck. Die Hansestadt ist das perfekte Ziel für einen entspannten Wochenendtrip (oder Tagesausflug für alle Norddeutschen).

Mir persönlich hatte es vor allem Lübecks Altstadt angetan. Es gibt dort so viele historische Kaufmannshäuser mit den typischen Giebeln, die daran erinnern, dass Lübeck einst durch die Schifffahrt und den internationalen Handel eine kleine Weltmetropole war. Wie wohlhabend die Stadt zu Zeiten der Hanse war, lässt sich auch erahnen, wenn man vor dem imposanten Holstentor steht. Dieses sehr, sehr massive Stadttor diente damals nämlich der Verteidigung.

Auch für Kulturbegeisterte hat Lübeck das ein oder andere Highlight im Petto. So können Literaturfreunde im Buddenbrookhaus auf den Spuren von Thomas und Heinrich Mann wandeln oder im Europäischen Hansemuseum mehr über die bedeutsame Handelsvereinigung erfahren.

Und natürlich darf nach so viel Sightseeing auch eine kleine Stärkung im Café Niederegger (inklusive süßem Marzipan) nicht fehlen!

Hier geht es zum Beitrag auf meinem Blog

6. Judith und Oliver von Helga und Heini on Tour

helgaandheiniontour.com ist der Reiseblog für Weltoffene, Naturfreunde, Fotobegeisterte und Laufbegeisterte. Judith (aka Helga) beschäftigt sich als Freelancerin mit den Themen Travel & Run, schreibt für diverse Laufmagazine und ist ASICS FrontRunnerin mit zahlreichen internationalen Erfolgen. Oliver (aka Heini) ist freiberuflicher Fotograf, Content Creator und Social Media Experte. 

Ein Tag in Lauenburg

Nur etwa 40 Kilometer südöstlich von Hamburg entfernt, wartet die Kleinstadt Lauenburg darauf, von dir entdeckt zu werden. Ein guter Ausgangspunkt ist der Stadtpark “Fürstengarten”, von wo man einen schönen Blick über die Elbe hat. 

Lauenburg ist quasi zweigeteilt: In der Oberstadt, dem neueren Teil, kannst du wunderbar deine Einkaufstasche füllen, während unten am Fluß die Fachwerkaltstadt unzählige Fotomotive für Liebhaber des norddeutschen Backsteinstils bietet: Das Rhumpf’sche Haus, Kaufmannhaus, Künstlerhaus, Mensingsche Haus… Unzählige denkmalgeschützte Gebäude versetzen dich in die Zeit des späten Mittelalters zurück. 

Lass’ dich einfach in den Gassen treiben. Über den Kirchplatz und entlang der Elbstraße, wo du bei Nr. 97 das schmalste Haus in Schleswig-Holstein findest. Wir haben uns besonders in die hübsche Straße “Hohler Weg” verguckt. 

Sind die Beine müde, gibt es sowohl in der Altstadt als auch in der Oberstadt tolle Restaurants und Cafés, viele mit Terrasse und Blick auf die Elbe. Und falls du noch nicht genug spaziert bist: Die europäischen Fernwanderwege E1, E6 und E9 verlaufen durch Lauenburg. Auch auf mehreren Radwegen, die hier am Fluß vorbeiführen, können die Beine ordentlich in die Pedale treten – besonders schön zum Sonnenuntergang.

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