Nun ist es wieder soweit: Erkunde die Welt hat zu einer neuen Fotoparade aufgerufen! Da ich 2019 aus Zeitgründen an keiner Fotoparade teilnehmen konnte, wollte ich dieses Jahr auf keinen Fall verpassen – auch, wenn aufgrund von Corona fast alles ins Wasser gefallen ist. Trotzdem habe ich 2020 einige schöne Unternehmungen gemacht und bin trotz Corona gereist: in sichere Länder wie Deutschland und die Schweiz. Noch dazu habe ich im UK einige tolle Nature-Hotspots besucht und dem menschenleeren London Central einen Besuch abgestattet. Doch sieh‘ selbst: hier kommen meine sechs Geschichten über das seltsame Jahr 2020 in Bildern!

1. Großbritannien: Meine Wahlheimat London im Lockdown

Jeder hat sicherlich die Bilder gesehen, wie leer es in den Metropolen New York City, Sydney oder auch London ausgesehen hat, als wir Anfang des Sommers noch unter striktem Lockdown standen. Das war nicht nur gruselig, sondern auch faszinierend zugleich! Da ich aufgrund eines dringenden Termins nach Central musste, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, mir die gespenstisch leeren Straßen mal in Wirklichkeit anzusehen. Und siehe da: die Umgebung um das London Eye, Westminster und auch der Picadilly Circus waren menschenleer. Die Stimmung: gedrückt, wie in einem Horrorfilm. Ich habe London noch nie in meinem ganzen Leben so leer und zugegebenermaßen angenehm erlebt wie im Juni 2020. Wer bedenkt, wie viele Millionen Menschen und Touris sich zu jeder Tages- und Nachtzeit durch die Straßen schieben, der wird beim Anblick dieses Bildes staunen!

2. Schweiz: Der spektakuläre Rheinfall in Schaffhausen

Da ich die freie Zeit der Kurzarbeit nutzen wollte und ein wichtiges und lang gehegtes Tattooprojekt an der Grenze zur Schweiz endlich umsetzen wollte, flog ich im Juli spontan nach Zürich. Die Schweiz entpuppte sich nicht nur als viel sicherer als Großbritannien in Hinsicht auf das Coronavirus, sondern auch als wunderschön. Ich nahm es zum Anlass, die Schweiz und die angrenzenden Länder und Städte in ein paar Tagen zu erkunden. Unter anderem verschlug es mich zum wunderschönen Rheinfall, wo ich einen ganzen Vormittag verbrachte. Er ist einer der größten Wasserfälle in Europa und hat mir unendlich gut gefallen – auch, wenn ich zuvor in Iguazu war. Für Europa ist der Rheinfall eine Wucht!

3. Liechtenstein: Frühstück mit Ausblick

Im Rahmen meiner spontanen Vier-Länder-Tour konnte ich es mir nicht nehmen lassen, ins bezaubernde Liechtenstein zu reisen. Schon so lange hatte ich mich gefragt, wie es dort wohl aussieht – und nun weiß ich es! Ein winziger Stadtstaat, der mit traumhafter Bergkulisse und dem wunderschönen Vaduzer Schloss besticht. Ich habe mir nie träumen lassen, dass Liechtenstein einfach nur ein weiteres Dorf auf der Linie des Dorfbusses ist, doch ich bin trotzdem immer noch beeindruckt davon, wie pittoresk, sauber und einfach süß es dort war! Nach einer Stunde hatte ich alles erkundet und konnte auf einem Feld unter einem Apfelbaum Platz nehmen, um dort zu frühstücken und Zeitung zu lesen. Dort einen Apfel für mein Frühstück vom Baum zu pflücken hat mich in einen Zustand der Vollkommenheit gebracht, den ich sonst nur von weiten Fernreisezielen her kenne.

4. Deutschland: Sonnenuntergang über dem Tempelhofer Feld

Kurz vor meiner Rückkehr ins Homeoffice konnte ich glücklicherweise noch drei ganze Woche in meiner Heimat verbringen. Seit meiner Ausreise im Jahr 2015 war ich nie mehr als sieben Tage in Deutschland gewesen, weswegen der letzte Trip natürlich der bisher Schönste war! Besonders toll fand ich, dass ich zehn Tage mit meinem Partner in Berlin verbringen konnte. Wir haben die ganze Stadt und meine Uni in Potsdam erkundet, waren im Kater clubben und haben uns den verrückten Geschichten der Berliner Nächte hingegeben. Einen Sonntagnachmittag waren wir dann mit Freunden auf dem Tempelhofer Feld picknicken und konnten den Sonnenuntergang genießen, der sich malerisch wie ein orangerotes Tuch über den ehemaligen Flughafen legte. Oh Berlin, Dein Gesicht ist nicht nur Heimat, sondern hat auch Sommersprossen!

5. Großbritannien: ein Nachmittag wie in der Provence

In diesem Sommer haben mein Freund und ich uns mehr auf Naturziele in unserer Umgebung konzentriert – weniger auf Reisen in britische Städte. Wir sind bei der Recherche dabei auf dieses zauberhafte Lavendelfeld gestoßen, welches nur 15 Minuten Autofahrt von unserer Wohnung entfernt blüht. Da ich nie wirklich in einem Lavendelfeld spazieren gehen konnte, wollte ich dies unbedingt nachholen und es war wirklich einmalig schön! Der Geruch von Lavendel ist einer meiner drei Lieblingsgerüche und noch dazu ist lila eine meiner Lieblingsfarben. Ein bisschen schade war nur, dass das Feld von Instagrammern überlaufen war, die dort sogar in verschiedenen Outfits in unendlich vielen Posen vor der Kamera posierten, als ginge es um ihr Leben. Das war etwas schade, denn warum nicht mal den Moment genießen?

6. Deutschland: ein Sommertag am Konstanzer Bodensee

Dank meiner Woche im Länderviereck hatte ich zeitnah beschlossen, unbedingt nach Konstanz zu fahren. Mit dem Fünf-Euro-Flixbus war das auch gar kein Problem! Und an diesem wunderbar heißen Sommertag im Juli begegnete mir plötzlich ein einzigartiges Idyll: Konstanz beeindruckte mich mit seinen historischen Gebäuden, der malerischen Innenstadt und natürlich dem Bodensee, der einfach fantastisch ist! Auf seinem glasklaren Wasser fuhren unzählige Menschen Tretboot, sie schwammen umher und sonnten sich am überfüllten Ufer. Ich nahm mir die Zeit, um eine waschechte Butterbrezel zu genießen und die Szenerie zu beobachten. Für mich wurde Konstanz innerhalb von weniger Minuten zu einem meiner neuen Lieblingsstädte in Deutschland und Europa. Das Privileg, aus Deutschland zu kommen, wird mir an solchen Orten immer wieder richtig bewusst. Denn unsere Heimat ist wunderschön!  

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